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Friseur Museum

Es war einmal vor langer, langer Zeit - genauer gesagt: 1947 - da waren Friseure nicht nur für Haare zuständig, sondern auch fürs Zähneziehen, und Kondome verkauften sich unter dem Ladentisch besser als jedes Haarwasser. Inzwischen hat sich im Friseurwesen einiges getan, aber wir halten an der Tradition festhält.

Einmal pro Monat oeffnen wir unsere Tore im Dortmunder „Herrensalon anno 1930“ und leben 70-jährige Friseurgeschichte. Umgeben von altmodischen Waschtischen, Leuchtröhren und hölzernen Frisierstühlen, inmitten von Ondulier-Eisen und vorsintflutlichen Haarschneidemaschinen schwingt wir Schere und Rasiermesser wie anno dazumal. Warmes Wasser? Telefon? Nicht hier. Tönen oder Fönen? „So'n Schnickschnack gab's früher auch nicht“.

Klare Worte. Wer hierher kommt, will einen soliden Trockenhaarschnitt, gelegentlich eine anständige Rasur und die entsprechenden Pflegeprodukte: Trockenshampoo, Kölnisch Wasser oder Eis-Kopfwasser. „Das ist mit Menthol, da kriegen Sie'n kühlen Kopp im Sommer“.

Geändert haben sich nur die Preise: Was früher 80 Pfennig kostete, liegt heute bei 10 Euro - und damit immer noch vergleichsweise günstig.